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Wandheizungen
sind im Kommen. Sie verbreiten ein angenehmes Raumklima und arbeiten
energiesparend. Im Gegensatz zu herkömmlichen Heizkörpern, die durch
erhitzte, zirkulierende Luft wärmen, produziert das Flächenheizsystem
größtenteils infrarote Strahlungswärme, die den menschlichen Körper,
aber nicht die Luft erwärmt. Wandheizungen verwandeln die
Wohnzimmerwand in einen überdimensionalen Kachelofen. Herkömmliche Heizkörper, vorzugsweise unter den Fenstern angebracht,
erwärmen den Raum durch zirkulierende Warmluft und wirbeln zudem auch
noch reichlich Staub auf. Bei einer Wandheizung sorgt der hohe
Strahlungsanteil für ausreichende Behaglichkeit. So genügen rund
18 Grad Celsius Lufttemperatur, um ein Gefühl wie 21 Grad
Celsius zu erzielen. Die Heizungsanlage benötigt dafür meist nicht mehr als 30 Grad
Celsius Vorlauftemperatur. Das spart Geld. Denn ab 18 Grad Celsius
Raumluft verbraucht jedes zusätzliche Grad 6 Prozent mehr Energie.
Und beim Lüften muss die einströmende Kaltluft nicht erst mit viel
Energie wieder aufgeheizt werden wie bei herkömmlichen Heizungen. Die drei Varianten der Wandheizung
Drei Varianten der Wandheizung sind auf dem Markt. Die Unterputzsysteme
mit wasserführenden Rohren, die Sockelheizleiste und die
Hypokaustenheizung.
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Wandheizungen,
als Unterputzsystem, mit ihren flexiblen, wasserführenden Rohren werden
von innen entweder direkt auf das Mauerwerk oder auf eine entsprechende
Dämmung verlegt. Anschließend werden die Wände verputzt und in einigen
Fällen sogar Kacheln davor gesetzt. So installieren beispielsweise
Ofenbauer große, aber leichte Kachelöfen, die sich auch gut in
Etagenwohnungen einbauen lassen und keinen Schornsteinzug benötigen.
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Die
meisten Systeme können flexibel an bauliche Gegebenheiten angepasst
werden und lassen sich oft mit einer Fußbodenheizung kombinieren. Je
nach Hersteller variieren dabei die Abstände der Rohrschleifen und der
innere Aufbau der kunststoffummantelten Rohre, der bei hochwertigen
Systemen aus Kupfer oder Aluminium besteht. Diese Heizschleifen werden
auf einem Wandgitter montiert oder in alubeschichtete, dämmende
Trägerelemente installiert und anschließend verputzt oder mit
Gipsplatten verkleidet. Zur Selbstmontage eignen sich vorgefertigte Klimaelemente wie
Lehmplattenmodule oder 15 Millimeter dicke Gipsfaserplatten, in
denen die Heizrohre integriert sind. Diese Fertigteile werden einfach
auf die Wand geschraubt und anschließend untereinander verbunden.
Problemloser Anschluss an die vorhandene Heizungsanlage
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Wandheizungen
lassen sich problemlos an die vorhandene Heizungsanlage anschließen,
wenn diese sich auf niedrige Vorlauftemperaturen regeln lässt.
Andernfalls muss nur eine Regeleinheit nachträglich eingebaut werden.
Wandheizungen sind daher auch für die Altbaurenovierung geeignet. Doch
billig sind Flächenheizungen nicht. Ein 20 Quadratmeter großes
Zimmer benötigt beispielsweise fast 10 Quadratmeter Wandheizung.
Und da kommt man mit Lohnkosten leicht auf 750 Euro.
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Aber
der Preis ist nicht die einzige Hürde. Auf häufiges Möbelrücken muss
man verzichten. Das Einrichtungskonzept sollte vor Installation der
Wandheizung stehen. Ein Schrank vor der Wand reduziert die
Heizleistung. Und wer in die beheizten Wände bohren will, sollte sich
eine Thermofolie zulegen. Sie macht während der Heizphase die Lage der
Heizrohre exakt sichtbar, so dass gefahrlos gebohrt werden kann.
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Die
zweite Variante ist die Sockelheizleiste. Sie eignet sich besonders zur
nachträglichen Installation entlang der Wand in Sockelhöhe. Die mit
Warmwasser beheizten Lamellenrohre werden im Sockelbereich entlang der
wohnfertigen Wand verlegt und verkleidet. Der Anschluss an die Heizung
ist problemlos, da die Vorlauftemperatur nicht verändert werden muss
und durch die flexible Verkleidung ist sie zudem jederzeit zugänglich.
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Im Gegensatz zur direkten Strahlungswärme der Flächenheizung steigt bei
der Heizleiste ein Warmluftschleier an der Wand hoch, der diese dann
aufheizt. Dadurch strahlt die Wand ihrerseits zurück. So können
Sockelheizleisten zumindest teilweise hinter nicht allzu wuchtigen
Möbeln und Vorhängen installiert werden. Moderne Ausführungen in Kupfer
und Plexiglas können freistehend sogar wunderbare Akzente setzen.
Hypokaustenheizung – Das alte Prinzip aufsteigender Warmluft
Ideal für den Neubau ist die dritte Variante: die Hypokaustenheizung,
das alte Prinzip aufsteigender Warmluft in der Wand. Der
Kalksandstein-Luftkanalstein mit seinen vertikalen Luftkanälen wird
dabei von einem an der Fußleiste befindlichen Heizrohr gespeist. Die
warme Luft der Heizleiste steigt durch Luftkanäle in der gesamten
Wandfläche auf und wärmt sie. Wer ohnehin seine Außenwände von innen dämmen oder optisch verkleiden
möchte, kann sich auch selbst nachträglich ein so genanntes
Hypokaustensystem einbauen, indem man einen nach unten offenen, knapp 7
bis 10 Zentimeter tiefen Wandvorbau errichtet, wie man ihn aus dem
Trockenbau kennt. In die untere Öffnung wird eine Heizleiste
installiert und später alles verkleidet. So wird die Wand von innen
gleichmäßig warm, strahlt Wärme in den Raum und kein Heizkörper stört.
Übrigens: Ob die Wandheizung nun auf die Außen- oder auf die Innenwand
installiert werden sollte, ist ein Glaubensstreit der Experten.
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